Lachsbesatz an der Wieslauter

Am 13. Juli wurden ca. 5.000 Lachse in der Wieslauter besetzt. Der Besatz fand in Kooperation der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD Süd) mit dem Landesfischereiverband Pfalz (LFV Pfalz) und der BASF statt. Gustav Pade vom LFV Pfalz hat auch Mitarbeiter von der RPTU Kaiserslautern-Landau als Gäste eingeladen. An der Besatzmaßnahme nahmen Christian Löb und Anne Schrimpf vom GeMoLaR-Projekt und Maximilian Gerken vom Projekt RiverDiv teil.

Die Wieslauter ist ein Grenzfluss zu Frankreich, wo sie als „Lauter“ bekannt ist. In der Vorderpfalz gilt die Wieslauter neben dem Speyerbach wegen der guten Struktur und der größtenteils wiederhergestellten Durchgängigkeit als Lachsvorranggewässer. In der Wieslauter werden seit 2004 jährlich Junglachse besetzt.

Die befruchteten Lachseier stammen ursprünglich aus der französischen Zucht Chanteuge, wurden aber in der Zucht Obenheim aufgezogen. Es handelt sich um Vorsömmerlinge (ca. 1,5 g pro Lachs) mit dem Ursprung „Allier/ Loire“. Lachszüchter Martin Gerber und Patrick Mathieu (Präsident vom Fischereiverband Unterelsass) brachten die Junglachse aus Obenheim zur Wieslauter und überführten dort jeweils ca. 1.000 Lachse mit einem Kescher aus dem Transportbehälter in einen großen Eimer. Prof. Dr. Hannes Kopf (SGD Süd) und Dr. Thomas Danner (BASF) ließen die Lachse dann in der Wieslauter frei. Danach gab es noch ein nettes Beisammensein mit erfrischenden Getränken und Snacks, bereitgestellt durch den LFV Pfalz. Der SWR 3 begleitete den Besatz mit der Kamera und abends wurde der Bericht dazu in der Landesschau ausgestrahlt.

In der Wieslauter finden regelmäßige Befischungen statt und die Proben der gefangenen Lachse werden im Rahmen vom Projekt GeMoLaR genetisch untersucht. Die Befischungen wurden vom Projektpartner Bürogemeinschaft für fisch- und gewässerökologische Studie (BFS) durchgeführt. Die Proben von den Befischungen von 2020, 2021 und 2022 gehen weitestgehend auf einen Besatz zurück. Von 30 Proben konnten bei 22 die Eltern sicher in der Zucht zugeordnet werden. Bei 6 weiteren Proben ist die Herkunft aus der Zucht sehr wahrscheinlich. Nur bei 2 Fischen könnte eine natürliche Vermehrung wahrscheinlicher sein. Die meisten untersuchten Lachse haben den genetischen Hintergrund „Loire/Allier“.

Abbildung 1: Die Junglachse werden im Transportbehälter gut mit Sauerstoff versorgt.
Abbildung 2: Dr. Thomas Danner (BASF) schaut sich die Lachse vor dem Besatz an. Begleitet wird der Besatz von vielen Interessenten.
Abbildung 2: Dr. Thomas Danner (BASF) schaut sich die Lachse vor dem Besatz an. Begleitet wird der Besatz von vielen Interessenten.
Abbildung 3: Der Lachszüchter Martin Gerber befüllt den Eimer mit Wasser bevor dort die Fische hineinkommen.
Abbildung 4: Prof. Dr. Hannes Kopf und Dr. Thomas Danner lassen die Lachse in der Strömung in die Wieslauter schwimmen.
Abbildung 5: Das Team vom SWR führt noch ein Interview mit Thomas Oswald (SGD Süd, Obere Fischereibehörde).

Projektleitung


Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau

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Finanzierung


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